Mal wieder scheiden sich die Geister am neuesten Werk des Schock-Regisseurs Gaspar Noé. Enter the Void, so der Name des anzüglichen Titels, ist aktuell im Kino zu sehen.
Enter the Void ist eine umstrittene Mischung aus Drogen, Sex und Gewalt. Die Story ist ähnlich Pikant wie die Bilder, die der Zuschauer vor die Nase gesetzt bekommt. Ein Drogendealer wird auf der Toilette von der Polizei erschossen. Ab diesem Moment wandelt sein Geist durch die Straßen von Tokio und wacht über seine, als Stripperin arbeitende Schwester. Die 154 Minuten des Streifens sind eine Aneinanderreihung von irritierende Drogentrips, Gewaltsequenzen und heftigen Liebesspielchen. Noé sieht seinen Film weniger kritisch als der Rest der Welt. Er denkt an die ach so gute Botschaft deines Werkes.
Seiner Meinung nach lautet die Message von Enter the Void wie folgt: Überdenkt euer Leben, nach dem Tod ist es zu spät. Das man diese Botschaft auch weniger skuril darstellen kann interessiert Gaspar dabei wenig. Der Argentinier ist schließlich für Tötungsszenen, Vergewaltigungsbilder und Brutalität bekannt. Bei seinem letzten Film Irreversible verließen zahlreiche Zuschauer noch vor Beginn des Streifens den Kinosaal. Das Entsetzen war den verbleibenden Besuchern ins Gesicht geschrieben. Vielleicht verständlich, dass Enter the Void daher in gerade einmal acht Kinos (Deutschlandweit) gezeigt wird.
Mit Enter the Void macht der Schock-Regisseur einem Namen alle Ehre.
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September 1st, 2010
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